Editorial

Ausgabe fünf widmet sich dem Thema Freiheit – ei-nem Begriff, welcher im sogenannten «Wertewesten» zwar unablässig beschworen, zugleich aber syste-matisch unterminiert wird. Immer deutli-cher zeigt sich die autokratische Fratze des technokratischen Fortschritts, der im Namen von Si-c-herheit und Effizienz Instru-mente totaler Kon-trolle schafft: eID, CBDC, bio-metrische Ka-meras, Ganzkörperscanner. Unter dem Vorwand des Schutzes der Allgemeinheit entstehen Gesetze, die das Indivi-du-um konti-nuierlich entmündigen, die Privatsphäre unter-wandern und den Wohlstand bis in den Mittelstand aushöhlen – Chatkontrolle, Infla-tion, MICA-Regulierung. Ganze Bevölkerun-gen wer-den per Notstandsverordnung isoliert, durch-gespritzt und so soziale Bindungen quer durch sämtliche Generationen auf ewig zerstört.

Gleichzeitig erleben wir, wie selbst die «Vorzei-gedemokratie» der Welt Militär und Geheimdienste gegen die eigene Bevölkerung einsetzt, während Presse- und Redefreiheit mit Füssen getreten werden. Selbst die Bitcoin-Bewe-gung schlägt sich erneut verbal die Köpfe ein, indem sie die Nar-rative der Angreifer übernimmt, um über Sip-pen-haft wegen potenziell «kri-mi-nel-ler Inhalte» auf der Timechain zu streiten, statt sich um Pri-vatsphäre per default in Bitcoin und er-laub-nisfreie Selbstbestimmung zu sorgen.

In Zeiten, in welchen Staaten und Konzerne Da-ten, Banken, Geld und Aufmerksamkeit kon-trollieren, stellen wir uns in der vorlie-gen-den Ausgabe die drängende Frage, was individuelle Freiheit über-haupt heißt. Sind wir tatsächlich frei – oder nur noch eine dumpfe, obrigkeitshörige Masse, wel-che sich schrittweise und un-aufhalt-sam die grund-legendsten Men-schen-rechte ent-ziehen lässt?

­

NetDiver


Looking for comments…

Searching Nostr relays. This may take a moment the first time this article is opened.